Spirometrie (kleine Lungenfunktion)
Bei der Spirometrie atmen Sie über ein Mundstück in ein Messgerät, während eine Nasenklemme die Nasenatmung verhindert. Nach einigen ruhigen Atemzügen atmen Sie auf Anweisung so kräftig und schnell wie möglich aus und wieder ein. Das Gerät misst dabei, wie viel Luft Sie bewegen und wie schnell Sie ausatmen können. Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten, ist schmerzfrei und erfordert vor allem Ihre gute Mitarbeit. Die Spirometrie zeigt, ob die Atemwege verengt sind (zum Beispiel bei Asthma oder COPD) und wie ausgeprägt eine solche Verengung ist. Sie dient sowohl der Erstdiagnose als auch der Verlaufskontrolle bekannter Lungenerkrankungen.
Bodyplethysmographie (große Lungenfunktion)
Für diese Untersuchung sitzen Sie in einer geschlossenen, gläsernen Kabine von der Größe einer Telefonzelle und atmen über ein Mundstück ruhig ein und aus. Durch Ihre Atembewegungen ändert sich der Luftdruck in der Kabine minimal – dieser wird gemessen und liefert genauere Werte als die einfache Spirometrie, unter anderem zum Atemwegswiderstand und zur Luftmenge, die nach dem Ausatmen in der Lunge verbleibt (Residualvolumen). Im Gegensatz zur Spirometrie sind keine kräftigen Atemmanöver nötig; die Untersuchung ist daher auch für Menschen geeignet, denen das forcierte Ausatmen schwerfällt. Sie wird eingesetzt, um zwischen verschiedenen Formen von Lungenerkrankungen zu unterscheiden (etwa Verengung gegenüber Volumenverlust).
Diffusionskapazität (CO-Diffusion)
Sie atmen eine geringe, gesundheitlich unbedenkliche Menge Kohlenmonoxid ein, halten kurz die Luft an und atmen dann wieder aus. Da Kohlenmonoxid auf demselben Weg wie Sauerstoff aus der Lunge ins Blut übertritt, lässt sich aus der gemessenen Aufnahme errechnen, wie gut der Sauerstoffaustausch in Ihrer Lunge funktioniert. Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten und ist unmittelbar auswertbar. Sie ist besonders hilfreich, um Erkrankungen des Lungengewebes selbst zu erkennen, etwa eine Lungenfibrose oder ein Lungenemphysem, bei denen die Austauschfläche zwischen Lungenbläschen und Blutgefäßen vermindert ist.
FeNO-Messung (exhaliertes Stickstoffmonoxid)
Sie atmen gleichmäßig und mit leichtem Widerstand über ein Mundstück in ein kleines Messgerät aus. Dabei wird der Gehalt an Stickstoffmonoxid (NO) in Ihrer Ausatemluft bestimmt – innerhalb weniger Sekunden liegt das Ergebnis vor. Der Test ist nicht belastend und beliebig wiederholbar. Entzündungszellen in den Atemwegen bilden vermehrt Stickstoffmonoxid, sodass der FeNO-Wert Hinweise auf eine bestimmte Form der Atemwegsentzündung gibt (die sogenannte eosinophile Entzündung, wie sie typischerweise bei allergischem Asthma vorkommt). Die Messung hilft bei der Diagnose von Asthma und bei der Einschätzung, ob eine bestehende Therapie ausreichend entzündungshemmend wirkt.
Impulsoszillometrie (IOS) – Messung des Atemwegswiderstandes
Sie atmen ganz normal über ein Mundstück, während ein Gerät der Atemluft feine Schallimpulse überlagert. Aus der Art, wie diese Impulse durch Ihre Atemwege reflektiert werden, lässt sich der Atemwegswiderstand berechnen – ganz ohne die kräftigen Atemmanöver, die eine Spirometrie erfordert. Das Verfahren ist besonders schonend und gilt als besonders empfindlich für Funktionsstörungen der kleinen, peripheren Atemwege, die sich mit der klassischen Spirometrie häufig erst später nachweisen lassen. Es ergänzt Spirometrie und Bodyplethysmographie, kann sie aber nicht vollständig ersetzen. In unserer Praxis wird die Impulsoszillometrie als zubuchbares Modul des LungenChecks oder als Zusatzleistung in der Sprechstunde angeboten; einen eigenen Termin gibt es dafür nicht.
Atemmuskelkraftmessung (Mundverschlussdruck, P0.1)
Sie atmen über ein Mundstück, das kurzzeitig und für Sie unbemerkt verschlossen wird. Gemessen wird der Druck, den Sie in den ersten 0,1 Sekunden gegen diesen Verschluss aufbauen (P0.1), sowie die maximale Kraft, die Ihre Atemmuskulatur beim Einatmen aufbringen kann. Für ein zuverlässiges Ergebnis werden mehrere Messungen wiederholt. Der Test erkennt eine Schwäche oder Überlastung der Atemmuskulatur oft schon, bevor sich dies in den herkömmlichen Lungenfunktionswerten zeigt. Er ist unter anderem bei neuromuskulären Erkrankungen, ausgeprägtem Übergewicht oder chronischen Lungenerkrankungen mit erhöhter Atemarbeit von Bedeutung. Er ist in keinem Check-Angebot enthalten und kommt nur bei klinischem Anlass nach ärztlicher Einschätzung hinzu.